Lucerne Festival Orchestra 3

Solist*innen des Lucerne Festival Orchestra | Kit Armstrong

Gershwin | Dvořák | Sorabji | Takemitsu | Price

Di, 16.08. | 19.30 Uhr

KKL Luzern, Konzertsaal

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Preise (CHF)

CHF 120 90 60


Sommer-Festival

08.08.-11.09. 2022

 

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    Lucerne Festival Orchestra 3

    Solist*innen des Lucerne Festival Orchestra | Kit Armstrong

    Kit Armstrong  Klavier
    George Gershwin (1898–1937)
    Zweiter Satz aus dem Concerto in F, arrangiert für Trompete, Klavier und Streichquartett
    Antonín Dvořák (1841–1904)
    Klavierquintett A-Dur op. 81
    Kaikhosru Shapurji Sorabji (1892–1988)
    Transzendentale Etüde Nr. 36 (für die linke Hand)
    Tōru Takemitsu (1930–1996)
    A Bird came down the walk für Viola und Klavier
    Florence Price (1887–1953)
    Klavierquintett a-Moll

    2009 machten Bauarbeiter auf dem Dachboden eines verfallenen Hauses in St. Anne, Illinois, eine erstaunliche Entdeckung: Sie förderten dort ganze Stapel mit handgeschriebenen Noten aus der Feder von Florence Price zutage, die in dem Anwesen einst ihre Sommerresidenz unterhielt. Der sensationelle Fund führte zur Renaissance dieser grossartigen afroamerikanischen Komponistin, die nach ihrem Tod im Jahr 1953 fast völlig in Vergessenheit geraten war. Kit Armstrong stellt mit Solist*innen des Lucerne Festival Orchestra das Klavierquintett in a-Moll vor, das spätromantisches Melos mit Anklängen an Kirchenlieder und einem Juba-Tanz verbindet. Multikulturell geht es ohnehin zu an diesem Abend. Blues Reminiszenzen enthält der langsame Satz aus George Gershwins Klavierkonzert, tschechische Ohrwürmer erwarten uns bei Antonín Dvořáks Klavierquintett mit seiner hinreissenden Dumka. Parsischer Herkunft ist der 1988 verstorbene Kaikhosru Shapurji Sorabji, der eine musikalische Brücke von Ost nach West schlägt und etliche Klavierwerke vorlegte, die lange als «unspielbar» galten. Fernöstliche Impulse steuert schliesslich der Japaner Tōru Takemitsu bei.

    Solist*innen des Lucerne Festival Orchestra

    Im Sommer 2003 schlug die Geburtsstunde des Lucerne Festival Orchestra, das vom italienischen Dirigenten Claudio Abbado und von Festspielintendant Michael Haefliger ins Leben gerufen wurde. Sie knüpften damit an das legendäre «Eliteorchester» an, in dem Arturo Toscanini 1938, im Gründungsjahr des Festivals, gefeierte Virtuosen seiner Zeit zu einem luxuriösen Klangkörper vereinte und mit einem «Concert de Gala» vorstellte. Abbado hatte bis zu seinem Tod im Januar 2014 die Leitung des Lucerne Festival Orchestra inne. Zu seinem Nachfolger wurde 2016 Riccardo Chailly ernannt, der seinen Vertrag mittlerweile bis 2026 verlängert hat. Als Gastdirigenten waren am Pult Andris Nelsons, Bernard Haitink, Yannick Nézet-Séguin und Herbert Blomstedt zu erleben. Das Orchester setzt sich aus international renommierten Solist*innen, Kammermu-siker*innen und Musikprofessor*innen sowie Mitgliedern des Mahler Chamber Orchestra und der Filarmonica della Scala zusammen. Viele der Aufführungen wurden im Fernsehen übertragen und liegen mittlerweile auf DVD oder CD vor; sie wurden mit Preisen wie dem Diapason d’or, dem BBC Music Magazine Award und dem International Classical Music Award ausgezeichnet. Zuletzt erschien 2019 eine Strauss-CD; auf DVD kam 2020 die erste Folge des Rachmaninow-Zyklus unter Chailly heraus, mit dem Dritten Klavierkonzert, gespielt von Denis Matsuev, und der Dritten Sinfonie. Gastspiele führten das Lucerne Festival Orchestra bisher in zahlreiche europäische Musikmetropolen, aber auch nach New  York, Tokio, Seoul, Peking, Schanghai und Schenzhen.

    Das LUCERNE FESTIVAL ORCHESTRA ist seit seinen ersten Auftritten im Jahr 2003 alljährlich beim Sommer-Festival zu erleben.

    Juli 2021

    Weitere Termine

    Kit Armstrong

    Der 1992 in Los Angeles geborene Kit Armstrong begann im Alter von fünf Jahren mit dem Komponieren und erhielt kurz darauf seinen ersten Klavierunterricht. Später studierte er am Curtis Institute of Music in Philadelphia und an der Royal Academy of Music in London. Als Dreizehnjähriger lernte er Alfred Brendel kennen, der ihn als Lehrer und Mentor stark geprägt hat. Neben seiner musikalischen Ausbildung belegte Armstrong auch naturwissenschaftliche Fächer und schloss ein Mathematikstudium an der Universität von Paris mit dem Master ab. Als Pianist konzertiert er heute in Sälen wie dem Musikverein Wien, dem Amsterdamer Concertgebouw, der Berliner Philharmonie, der NHK Hall in Tokio oder dem Palais des Beaux-Arts in Brüssel. Er trat mit den Wiener Philharmonikern, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Gewandhausorchester Leipzig sowie dem NHK Symphony Orchestra auf und arbeitete dabei mit Herbert Blomstedt, Riccardo Chailly, Kent Nagano, Esa-Pekka Salonen und Christian Thielemann zusammen. Intensiv widmet sich Armstrong der Kammermusik, vor allem im Zusammenspiel mit dem Geiger Renaud Capuçon, dem Cellisten Daniel Müller-Schott, dem Tenor Julian Prégardien sowie dem Quatuor Ebène und dem Armida Quartett. Seit 2016 gibt er auch Rezitale auf der Orgel. Überdies ist Kit Armstrong ein erfolgreicher Komponist und erhielt Werkaufträge vom Gewandhaus zu Leipzig, von der Schubertiade Hohenems, vom Konzerthaus Dortmund und vom Musikkollegium Winterthur. 2013 kaufte er die Église Sainte-Thérèse im französischen Hirson (Picardie), wo er seither Konzerte und Ausstellungen veranstaltet. Auf CD legte Armstrong Werke von Bach, Ligeti und Liszt vor; im Juli 2021 erschien sein Debut-Album bei der Deutschen Grammophon mit Werken der englischen Virginalisten William Byrd und John Bull. 2010 erhielt Kit Armstrong den Leonard Bernstein Award, 2018 wurde ihm der Beethoven-Ring verliehen.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 25. November 2016 mit Werken von William Byrd, Wolfgang Amadé Mozart und Franz Liszt.

    Juli 2021

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