Christian Tetzlaff

Violine

Christian Tetzlaff, geboren 1966 in Hamburg, absolvierte sein Violinstudium bei Uwe-Martin Haiberg an der Lübecker Musikhochschule; 1985/86 ging er für ein Jahr nach Cincinnati zu Walter Levin, dem Primarius des LaSalle Quartetts, um seine Fertigkeiten zu vervollkommnen. Seit seinem offiziellen Konzertdebut, das er bei den Berliner Festwochen 1988 mit Schönbergs Violinkonzert bestritt, arbeitet Tetzlaff mit führenden Orchestern und Dirigent*innen zusammen, etwa mit den Berliner und den Wiener Philharmonikern, dem Royal Concertgebouworkest, den renommierten Londoner Orchestern und natürlich mit den be-deutenden amerikanischen Klangkörpern. Christian Tetzlaff war artist-in-residence in der New Yorker Carnegie Hall und der Londoner Wigmore Hall, bei den Berliner Philharmonikern, dem Tonhalle-Orchester Zürich und dem hr-Sinfonieorchester. Zuletzt, 2020/21, hatte er diese Position beim London Symphony Orchestra inne. Christian Tetzlaff interpretiert ein Repertoire, das von Bach bis zur Gegenwart reicht — so brachte er beispielsweise die Violinkonzerte von Harrison Birtwistle und Jörg Widmann zur Uraufführung. Auch Raritäten nimmt er sich vor, darunter das lange in Vergessenheit geratene Violinkonzert von Joseph Joachim. Intensiv befasst er sich mit der Kammermusik, nicht zuletzt mit seinem 1994 ge-gründeten Tetzlaff Quartett und in der Trioformation mit seiner Schwester, der Cellistin Tanja Tetzlaff, sowie dem Pianisten Lars Vogt. Tetzlaffs CD-Einspielungen wurden mit Preisen wie dem Diapason d’or, dem Edison Award und dem Echo Klassik bedacht; seine jüngsten Aufnahmen sind den Violinkonzerten von Beethoven und Sibelius gewidmet, die er 2019 mit dem DSO Berlin und Robin Ticciati herausbrachte, sowie Kammermusik von Éric Montalbetti (2020). Christian Tetzlaff, der regelmässig an der Kronberg Academy unterrichtet, spielt eine Geige des deutschen Instrumentenbauers Peter Greiner, die einer Guarneri del Gesù nachgebaut ist.

Debut bei LUCERNE FESTIVAL (IMF) am 2. September 1989 im Rahmen der Reihe «Junge Künstler» mit Werken von Mozart, Webern, Prokofjew und Beethoven.

Juli 2021