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Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    Teilnehmer*innen des «Composer Seminar»  
    Wolfgang Rihm  Leitung

    «Klassische Musik, heute komponiert»

    Kein Dresscode, kein Vorwissen: Die moderierten Konzerte der Reihe 40min beginnen früher als gewohnt, sind kürzer – und kosten keinen Eintritt. Hier begegnen Sie den Stars bei der Probe, lernen aussergewöhnliches Repertoire kennen und werfen einen Blick hinter die Kulissen des Festspielbetriebs. Unkonventionell und abwechslungsreich.

    Die Türöffnung erfolgt 20 Minuten vor dem Start der Veranstaltung.

    Aufgrund der aktuellen Corona-Situation ist der Besuch der 40min-Konzerte nur mit einem vorab gebuchten Ticket möglich. Gratistickets für 40min sind ab Di. 10. August über unseren Webshop buchbar. Pro Person können zwei Tickets bezogen werden.

    Solist*innen des Lucerne Festival Contemporary Orchestra (LFCO)

    Mit dem Lucerne Festival Contemporary Orchestra – kurz: LFCO – hat Lucerne Festival in diesem Jahr einen neuen Klangkörper ins Leben gerufen: ein Exzellenzorchester für die Aufführung neuer und neuester Musik. Das LFCO bildet damit das Pendant zum Lucerne Festival Orchestra und fokussiert sich auf Partituren des 20. und 21. Jahrhunderts, von den Klassikern der Moderne bis hin zu Auftragswerken, die in Luzern uraufgeführt werden. Die internationalen Mitglieder des LFCO haben alle von der Ausbildung in der von Pierre Boulez initiierten und heute von Wolfgang Rihm geleiteten Lucerne Festival Academy profitiert. Dank der engen Anbindung an die Academy und ihr Netzwerk ist das LFCO in der Lage, eine Vorreiterrolle bei der Interpretation aktueller Musik und bei der Entwicklung zukunftsweisender Konzertformate einzunehmen. In seinen Projekten nutzt es die Möglichkeiten der neuen Technologien; interdisziplinäre Arbeiten lassen neuartige Hör- und Konzerterlebnisse entstehen. Zu erleben ist das LFCO mit zahlreichen Auftritten beim Luzerner Sommer-Festival, bei Lucerne Festival Forward im November sowie natürlich bei Gastspielen in aller Welt. In seinem ersten Sommer arbeitete das LFCO u. a. mit Heinz Holliger, Lin Liao, Johanna Malangré und Enno Poppe zusammen und präsentierte Musik von Strawinsky und Webern bis zu Uraufführungen von Amarouch, Colţea, Milenko, Vaughan und Saunders. Es wirkte an Aufführungen von Kagels Staatstheater am Luzerner Theater mit, gestaltete mit Patricia Kopatchinskaja das inszenierte Konzert Bye-Bye Beethoven und trat beim Musikfest Berlin sowie im Oktober bei den Donaueschinger Musiktagen auf.

    Oktober 2021

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    Wolfgang Rihm

    Der deutsche Komponist Wolfgang Rihm, seit Sommer 2016 der Künstlerische Leiter der LUCERNE FESTIVAL ACADEMY, wurde 1952 in Karlsruhe geboren und begann schon früh mit dem Komponieren. Noch während er das humanistische Gymnasium besuchte, wurde er 1968 in die Kompositionsklasse von Eugen Werner Velte an der Musikhochschule in Karlsruhe aufgenommen. Später setzte er seine Ausbildung bei Karlheinz Stockhausen in Köln (1972/73) und schliesslich bei Klaus Huber in Freiburg (1973–1976) fort. An der Universität Freiburg besuchte er ausserdem musikwissenschaftliche Seminare bei Hans Heinrich Eggebrecht. Durch eine Reihe grosser Orchesterwerke gelang Wolfgang Rihm in den späten siebziger Jahren der internationale Durchbruch. Er zählt heute zu den fruchtbarsten und vielseitigsten Komponisten der Gegenwart und hat ein facettenreiches Œuvre geschaffen, das mittlerweile mehr als 400 Werke umfasst, darunter allein neun Musiktheaterwerke: Faust und Yorick (1976), Jakob Lenz (1977/78), Die Hamletmaschine (1983/86), Oedipus (1987), Die Eroberung von Mexico (1987/91), Séraphin (1994), Das Gehege (2006), Proserpina (2009) sowie Dionysos, der 2010 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt wurde. Seit 1985 lehrt Rihm als Professor für Komposition an die Musikhochschule Karlsruhe. LUCERNE FESTIVAL ist er seit langem eng verbunden: 1997 prägte er als «composer-in-residence» das Programm, im Folgejahr erklang zur Eröffnung des KKL Luzern sein Orchesterwerk IN-SCHRIFT; weitere Werkaufträge folgten, so die Sinfonie Nähe fern (2011/12), das Hornkonzert (2014) und sein Gruss-Moment zum 90. Geburtstag von Pierre Boulez. Wolfgang Rihm, der auch mehrere Bände mit Essays und Gesprächen veröffentlicht hat, gehört zahlreichen Akademien an und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, darunter der Ernst von Siemens Musikpreis (2003), der Robert-Schumann-Preis (2014), der «Grawemeyer Award» (2015) und der Preis der Europäischen Kirchenmusik (2017). Er ist «Commandeur dans l’Ordre des Arts et des Lettres», Träger des Grossen Bundesverdienstkreuzes mit Stern und Mitglied des Ordens «Pour le Mérite».

     

    Februar 2017

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