Rezital Igor Levit 2

Igor Levit

Beethoven

Mo, 23.08. | 19.30 Uhr | Nr. 211320

KKL Luzern, Konzertsaal

Vergangenes Konzert

Preise (CHF)

CHF 120 90 60 30


Sommer-Festival

10.08.-12.09. 2021

 

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    Igor Levit  Klavier
    Ludwig van Beethoven (1770–1827)
    Klaviersonate E-Dur op. 109
    Klaviersonate As-Dur op. 110
    Klaviersonate c-Moll op. 111

    An diesem Abend erreicht Igor Levits grosser Beethoven-Zyklus sein Ziel: mit den letzten drei Sonaten, die zum Mythos geworden sind. Beethoven komponierte sie, als er schon vollständig ertaubt war, also selbst gar nicht mehr hören konnte, was ihm da gelungen war. Und das war nicht mehr und nicht weniger als eine abermalige Neujustierung der eigenen Kunst. In der E-Dur-Sonate erfindet er, so Levit, «die Form der Variationen neu»: mit einer weltabgewandten Sarabande, die er mal wie eine Bach’sche Invention, mal aber so melodisch frei verändert, als hätte schon Chopin die Szene betreten. Die As-Dur-Sonate op. 110 spiegelt einen Genesungsprozess, indem ein instrumentaler Klagegesang, das «Arioso dolente», von einer lichten Fuge abgelöst wird, die sich am Ende in Jubel steigert – «das pure Glück», wie Levit findet. Und mit der c-Moll-Sonate op. 111 scheint sich, so Thomas Mann in seinem Roman Doktor Faustus, das Schicksal der ganzen Gattung erfüllt zu haben. Am Ende erklingt ein hymnischer Gesang, der sich immer ekstatischer verströmt, von aller Erdenschwere erlöst. 

    Hier können Sie das digitale Konzertprogramm erwerben.

    Igor Levit

    Der Pianist Igor Levit wurde 1987 im russischen Nischni Nowgorod geboren und begann seine Klavierausbildung im Alter von drei Jahren. 1995 zog die Familie nach Deutschland, wo Levit das Studium bei Karl-Heinz Kämmerling, Matti Raekallio und Bernd Goetzke in Hannover fortsetzte, bevor er zu Hans Leygraf ans Salzburger Mozarteum wechselte. 2005 gewann er den Rubinstein-Wettbewerb in Tel Aviv und errang dort auch den Publikumspreis sowie Sonderpreise für Kammermusik und zeitgenössische Werke. Bald konnte Levit mit renommierten Orchestern auftreten, so mit den Berliner Philharmonikern, dem Cleveland Orchestra, der Sächsischen Staatskapelle Dresden, dem Boston und dem London Symphony Orchestra. 2018 debutierte er bei den Wiener Philharmonikern und beim Royal Concertgebouworkest, 2019 beim Gewandhausorchester Leipzig. In der Saison 2020/21 war Igor Levit artist-in-residence beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, 2021/22 hat er dieselbe Position an der Düsseldorfer Tonhalle inne. Zu Levits grossen Projekten der jüngsten Zeit gehört der Zyklus der 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens, den er bei Lucerne Festival, den Salzburger Festspielen, beim Musikfest Berlin sowie in Hamburg und Stockholm interpretierte. Diese Beethoven-Totale hat er auch auf CD vorgelegt. Überdies veröffentlichte er u. a. Bachs Goldberg-Variationen, Beethovens Diabelli-Variationen sowie Rzewskis The People United Will Never Be Defeated!; im September 2021 erscheint sein neues Album On DSCH mit den 24 Präludien und Fugen Dmitri Schostakowitschs. Das Buch Hauskonzert, das er 2021 gemeinsam mit dem Journalisten Florian Zinnecker veröffentlichte, begleitet ihn durch ein Jahr und resümiert auch seine Erfahrungen in der Corona-Pandemie. 2018 erhielt Igor Levit den «Gilmore Artist Award», 2019 wurde er für sein politisches Engagement mit dem Beethoven-Preis ausgezeichnet.

    Debut bei LUCERNE FESTIVAL am 11. September 2011, als er mit dem London Philharmonic Orchestra unter Vladimir Jurowski Skrjabins Prométhée interpretierte.

    Juli 2021

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